Ohne die international nicht spielberechtigten Niko Classen und Hannes Hartung sowie Saman Balaghi, der die Reise aus persönlichen Gründen nicht antrat, ging es für die BG Baskets Hamburg zum Champions Cup – dem höchstklassigsten europäischen Wettbewerb im Rollstuhlbasketball. Zum Auftakt in die Gruppenphase am vergangenen Freitag gab es ein 23:86 gegen den türkischen Tabellenzweiten Fenerbahçe Spor Kulübü. Sean Plaar und Esther Bode traten dabei erstmals auf dem europäischen Parkett auf. Am selben Tag wartete der französische CS Meaux auf die Hanseat:innen, bei denen Trainer Alireza Ahmadi als Spieler aushalf und 14 Punkte, sieben Rebounds sowie sechs Assists beisteuerte – am Ende stand dennoch eine 49:84-Niederlage.
Einen Tag später ging es für die BG Baskets gegen den Gastgeber Amiccaci Abruzzo. Die Gäste kamen gut in die Partie und führten nach dem ersten Viertel mit 19:16, lagen zur Halbzeit aber mit 31:34 zurück und unterlagen am Ende mit 48:75. Zum Abschluss der Gruppenphase ging es gegen den Club Bidaideak Bilbao. Die Hamburger:innen gingen zwar mit 2:0 in Führung und konnten bis Mitte des ersten Viertels mithalten, in der Folge setzte sich das spanische Top-Team jedoch ab und siegte letztlich mit 80:42.
Fenerbahçe Istanbul und Amicacci Abruzzo spielen gemeinsam mit den vier anderen Gruppenersten und Zweiten der Gruppen A und B sowie den beiden Vorjahresfinalisten BSR Amiab Albacete (Champions Cup Sieger) und RSB Thuringia Bulls Anfang März um in den Champions Cup Viertelfinals um den Einzug in das Champions Cup Final Four.
Der Gruppendritte aus Bilbao spielt Ende April die Endrunde des EuroCup 1, der Gruppenvierte CS Meaux spielt dann in der Endrunde um den Titel im EuroCup 2. Das HSV-Rollstuhlbasketballteam ist ausgeschieden.
„Wie wir alle wissen, nehmen an diesem Turnier starke Teams aus verschiedenen Ländern teil. Wir haben keine guten Ergebnisse erzielt, aber ich denke, dass es für unsere Spieler eine Erfahrung und eine Investition ist, gegen große Teams und hochklassige Spieler zu spielen“, resümierte Alireza Ahmadi, Trainer der BG Baskets.
Koordinator David Schulze ergänzte: „Trotz der Niederlagen sind wir stolz, dass wir uns mit den besten Teams Europas messen und so auch unseren Spieler:innen die Chance auf weitere Spielpraxis auf höchstem Niveau bieten und solche kosten- und reiseintensiven Spiele dank Unterstützung unserer Partner logistisch wie auch finanziell bewerkstelligen konnten. Ein großer Dank geht auch an Alina Kempe, welche unser Team als Physiotherapeutin betreute sowie an unseren Teambetreuer Jan Hamester, der sich um das Wohl unserer Spieler:innen sowie die Instandhaltung der Rollstühle sorgte.“
Im Liga-Alltag geht es an diesem Sonnabend (8. Februar, 17 Uhr) weiter mit der Partie beim BBC Münsterland, ehe einen Tag später (9. Februar, 13 Uhr) das Heimspiel gegen die RBC Köln 99ers ansteht.